Kategorie: Aktuell

Winter School «Metropolitane Landschaften: Case Study Berlin-Brandenburg». Bild: Brix & Genzmer: Grünflächenplan im Maßstab 1:60'000 für den Wettbewerb Groß-Berlin 1910 (einer der beiden 1. Preise); Original: Druck koloriert auf Papier (102,4 x 123,8 cm); Quelle: Architekturmuseum der TU Berlin (Abk. AMTUB), Nr. 20122

Metropolitane Landschaften: Case Study Berlin-Brandenburg

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Die Grossstadtregion Berlin-Brandenburg soll in den nächsten Jahrzehnten stark wachsen. Ähnlich wie in anderen Metropolitanregionen Europas stellt sich vor dem Hintergrund aktueller Fragestellungen (Flächenverbrauch, Mobilität, Stadtklima etc.) die Frage, auf welchen Wegen die Entwicklung erfolgen soll.

Als Startpunkt für die Überlegungen schlagen wir einen Perspektivenwechsel vor. Die Strategien und Modelle sollen nicht ausgehend von der Stadt, sondern vielmehr aus der umgebenden Landschaft entwickelt werden. Am Anfang der Winter School steht somit eine intensive Beschäftigung mit der urbanisierten Landschaft der Grossstadtregion. Basierend auf einem vertieften Verständnis für die Konditionen und die Genese des unbebauten Raums gilt es, Potenziale zu identifizieren und Handlungsspielräume auszuloten. Auf dieser Grundlage soll die Stadtlandschaft ganzheitlich weitergedacht werden.

Das Angebot richtet sich an Studierende des D-ARCH der ETH Zürich. Bedingung für die Teilnahme ist eine durchgängige Anwesenheit in Berlin/Potsdam zwischen dem 30.01.22 (Anreise) und dem 14.02.22 (Rückreise). Unkostenbeitrag: CHF 150.- (inkl. Unterbringung, ÖV, Hin- und Rückreise, ein bis zwei gemeinsame Abendessen sowie die Eintritte für Führungen und Besichtigungen). Im Vorfeld der Winter School (11.10., 01.11., 22.11., 06.12.2021) finden jeweils von 18:00 – 19:30 Uhr digitale Einführungsvorlesungen statt. Dabei werden die Aufgabestellung, der Ort aber auch thematische und methodische Grundlagen vermittelt. Der Kurs wird mit 4 ECTS vergütet.

Bewerbungen inkl. Portfolio und kurzem Motivationsschreiben bitte bis 27.09.2021 per E-Mail an: Claudia Gebert. Die Platzzahl ist seitens ETH Zürich auf zwölf Personen beschränkt.

Eine enge Zusammenarbeit der Studierenden beider Hochschulen wird angestrebt. Die Resultate der Winter School werden am Ende des Kurses zu einem «Gesamtbild» zusammengefügt und Thesen abgeleitet. Die Erkenntnisse werden anschliessend öffentlich debattiert.

Organisation

Professur Günther Vogt, LUS, ETH Zürich in Zusammenarbeit mit dem Departement für Architektur und Städtebau FH Potsdam
Dozierende aus dem Kernteam: Professur Günther Vogt (Günther Vogt und Thomas Kissling) zusammen mit Maren Brakebusch, Silvia Malcovati und Bernd Albers.
Begleitet wird die Winter School von Expertinnen und Experten aus den Bereichen Verkehrsplanung, Politik, Kultur- und Umweltwissenschaften.

Bildquelle / Bildlegende:
Brix & Genzmer: Grünflächenplan im Maßstab 1:60’000 für den Wettbewerb Groß-Berlin 1910 (einer der beiden 1. Preise); Original: Druck koloriert auf Papier (102,4 x 123,8 cm); Quelle: Architekturmuseum der TU Berlin (Abk. AMTUB), Nr. 20122

Alpine Landschaften im Wandel: Infrastruktur, Kultur und Klima

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12. und 13. Mai 2022, ETH Zürich, Zentrum.

Das Bild der Alpen ändert sich. Klimawandel, Energiewende, Urbanisierung und Industrialisierung hatten und haben auch weiterhin enorme Auswirkungen auf die alpine Landschaft. Es gilt nun, die Transformationen dieser fragilen Umwelt am Schnittpunkt Europas zu hinterfragen. Das Symposium bringt Expert*innen aus Praxis, Forschung und Kunst in einer breit angelegten Diskussion über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser einzigartigen Landschaft zusammen.

Ausgangslage

Die Alpen sind alles andere als statisch, sondern ein dynamischer und sensibler Organismus. Ihr charakteristisches Relief entstand durch komplexe geologische Prozesse und wurde durch Eiszeiten, Erosion und sich entwickelnde Lebensformen umgestaltet. Mit dem Aufkommen der Sesshaftigkeit, den Prozessen der Industrialisierung, der Urbanisierung und der jüngsten Beschleunigung des Klimawandels ist es seitdem grossen anthropogenen Veränderungen unterworfen. Der spätere Bau von Infrastrukturen wie Tunneln, Strassen und Dämmen hat Landmassen verschoben, ganze Wassersysteme restrukturiert und die Mobilität von Menschen und Gütern revolutioniert. Jede Veränderung brachte und bringt noch immer neue Bilder der Alpen hervor – und wird das auch weiterhin tun. Und jedes Mal müssen wir Menschen darauf reagieren und lernen, mit ihnen zu leben. Entscheidend ist hierzu ein Verständnis der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Veränderungen der materiellen wie kulturellen Realität der Alpen.

Das Symposium

Das Symposium erforscht diese Transformationen und bietet den verschiedenen, in der Forschung als auch in der Praxis aktiven Disziplinen einen Moment der Zusammenkunft, des Austausches und der Diskussion. Wenn die raumgestaltenden und planenden Disziplinen (Architektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau und Planung) eine Rolle im Umgang mit und sogar bei der Gestaltung neuer Bilder der alpinen Landschaft spielen sollen, kann dies aber nur in enger Zusammenarbeit geschehen. Nur eine transdisziplinäre Perspektive kann die nötigen kritischen Erkenntnisse erarbeiten, effektive Ansätze formulieren und auch testen. Ziel ist es, die geologischen, klimatischen, aber auch sozialen und räumlich-ästhetischen Dimensionen des Wandels in der alpinen Landschaft zu erfassen und ihre Zusammenhänge herauszuarbeiten.

Forschungsworkshop, «Runder Tisch» und Keynote

Die Veranstaltung besteht aus drei Teilen: einem Forschungsworkshop, einem Runden Tisch und einer Keynote-Präsentation. Der Forschungsworkshop bringt Doktorand*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen zusammen, die sich mit dem Thema des Symposiums beschäftigen, und ermöglicht ihnen, sich über laufende Arbeiten auszutauschen und zu diskutieren. Darauf folgt der «Runde Tisch», der verschiedene Akteure, die sich mit der alpinen Landschaft beschäftigen, miteinander ins Gespräch bringt. Die Diskussion bietet ein Kondensat dieser komplexen Themen in zwei Sitzungen: Arbeit/Migration/Kultur und Wasser/Infrastruktur/Landschaft. Eine Keynote-Präsentation wird das Symposium abschliessen.

Die Workshops werden in Englisch, die «Runden Tische» in Deutsch und Englisch durchgeführt.

Programm und weitere Informationen

folgen sobald wie möglich.
Anmeldung bei Claudia Gebert

Organisation

  • Professur Günther Vogt, Landschaftsarchitektur, Institut für Landschaft und Urbane Studien, ETH Zürich
  • Doktoranden des Forschungsprojekts «Industrialisierung in den Alpen: Landschaft, Architektur, Kunst und Arbeit» (gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds SNF)
17th International Architecture Exhibition | La Biennale di Venezia 2021 “How will we live together?”, 22nd May – 21st November 2021: Common Water – The Alps is about a new understanding of the Alps as a landscape island within a circle of cities in the middle of Europe that is condensing into a ribbon city. The Alps do not separate, they interact with the urban landscapes all around. © Chair of Günther Vogt, ETH Zurich

Common Water – The Alps | Migrating Landscapes | Rolling Stones

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22nd May – 21st November 2021

With focus on three elements, water (project title: Common Water – The Alps), vegetation (project title: Migrating Landscapes), and stone (project title: Rolling Stones), the contributions by the Chair of Günther Vogt at ETH Zurich and VOGT Landscape Architects raise the issue of accelerated transformation processes of today’s landscapes with specific focus on the Alps as a result of the changing environmental conditions and addresses the question, what these changes mean for the coexistence of societies.

More on these three contributions

Preorder the Publication “Moving Borders – Changing Alpine Landscapes that documents the contributions at the Biennale and complets them with scientific essays, artistic works, and comprehensive photographs and maps taken during field trips to the Alps. To be published by Lars Müller Publishers in October 2021.

«Stadtnahe Wälder erhalten eine grössere Bedeutung», Interview mit Günther Vogt in der SRF-Radiosendung «Echo der Zeit» vom 7. April 2021. Bild: Keystone

«Stadtnahe Wälder erhalten eine grössere Bedeutung»

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In Zürich werden laut Schätzungen in 20 Jahren gut eine halbe Million Menschen leben, 100’000 mehr als heute. Das Zürcher Gemeindeparlament berät derzeit einen kommunalen Richtplan, der sogar Enteignungen vorsieht. Die Bevölkerung wächst, gleichzeitig aber auch das Bedürfnis nach Freiräumen. Ein Dilemma. Gespräch mit Günther Vogt, Professor für Landschaftsarchitektur an der ETH Zürich. Zum Radiobeitrag

Mutation und Morphose. Landschaft als Aggregat

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Wer aus der Distanz betrachtet, was wir «Landschaft» nennen, wird erkennen, dass es sich dabei um ein Artefakt handelt, um einen Lebensraum, von Menschen geschaffen als Teil der gebauten Stadt. Die Gestaltung dieses Raums ist eine Disziplin von zunehmender Bedeutung. Günther Vogt hat sich mit VOGT Landschaftsarchitekten und der Professur an der ETH Zürich ein Instrumentarium geschaffen und eine Arbeitsweise entwickelt, welche von der grossmassstäblichen Landschaft bis zum kleingliedrigen öffentlichen Stadtraum alle Dimensionen der gestalteten Umwelt einbeziehen.

Mutation und Morphose versammelt zahlreiche Aspekte, die den kollektiven Arbeitsvorgang des Entwerfens und Gestaltens von der Planung bis zur Realisierung bestimmen. Das Modell als Instrument und die Sammlung als Antrieb werden hier in einer verblüffenden Themenvielfalt erläutert. Im wissenschaftlichen Gespräch oder detaillierten Faktendossier wird der Bogen gespannt von der Entstehung neuer Landschaften als Folge des Klimawandels zur Migration des Wolfes nach Mitteleuropa, vom Einfluss invasiver Pflanzen zur Studie der geologischen Formation. Das ausgebreitete Panorama präsentiert uns einen erweiterten Denk- und Arbeitsraum für Landschaftsarchitekten und ist Voraussetzung der herausragenden Projekte von VOGT.

Erhältlich bei Lars Müller Publishers

Herausgeber: Günther Vogt, Thomas Kissling, in Zusammenarbeit mit VOGT Landschaftsarchitekten, Case Studio VOGT, und dem Lehrstuhl für Landschaftsarchitektur der ETH Zurich.
Design: Integral Lars Müller
16,5 × 24 cm, 6 ½ × 9 ½ in
784 Seiten, 1187 Illustrationen
2020, 978-3-03778-619-2, Deutsch
2020, 978-3-03778-618-5, Englisch

Link zum Produktionsvideo des manuell angefertigten Plakats von Dafi Kühne
Link zu der architekt