Alpine Landschaften im Wandel: Infrastruktur, Kultur und Klima

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12. und 13. Mai 2022, ETH Zürich, Zentrum.

Das Bild der Alpen ändert sich. Klimawandel, Energiewende, Urbanisierung und Industrialisierung hatten und haben auch weiterhin enorme Auswirkungen auf die alpine Landschaft. Es gilt nun, die Transformationen dieser fragilen Umwelt am Schnittpunkt Europas zu hinterfragen. Das Symposium bringt Expert*innen aus Praxis, Forschung und Kunst in einer breit angelegten Diskussion über Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft dieser einzigartigen Landschaft zusammen.

Ausgangslage

Die Alpen sind alles andere als statisch, sondern ein dynamischer und sensibler Organismus. Ihr charakteristisches Relief entstand durch komplexe geologische Prozesse und wurde durch Eiszeiten, Erosion und sich entwickelnde Lebensformen umgestaltet. Mit dem Aufkommen der Sesshaftigkeit, den Prozessen der Industrialisierung, der Urbanisierung und der jüngsten Beschleunigung des Klimawandels ist es seitdem grossen anthropogenen Veränderungen unterworfen. Der spätere Bau von Infrastrukturen wie Tunneln, Strassen und Dämmen hat Landmassen verschoben, ganze Wassersysteme restrukturiert und die Mobilität von Menschen und Gütern revolutioniert. Jede Veränderung brachte und bringt noch immer neue Bilder der Alpen hervor – und wird das auch weiterhin tun. Und jedes Mal müssen wir Menschen darauf reagieren und lernen, mit ihnen zu leben. Entscheidend ist hierzu ein Verständnis der vergangenen, gegenwärtigen und zukünftigen Veränderungen der materiellen wie kulturellen Realität der Alpen.

Das Symposium

Das Symposium erforscht diese Transformationen und bietet den verschiedenen, in der Forschung als auch in der Praxis aktiven Disziplinen einen Moment der Zusammenkunft, des Austausches und der Diskussion. Wenn die raumgestaltenden und planenden Disziplinen (Architektur, Landschaftsarchitektur, Städtebau und Planung) eine Rolle im Umgang mit und sogar bei der Gestaltung neuer Bilder der alpinen Landschaft spielen sollen, kann dies aber nur in enger Zusammenarbeit geschehen. Nur eine transdisziplinäre Perspektive kann die nötigen kritischen Erkenntnisse erarbeiten, effektive Ansätze formulieren und auch testen. Ziel ist es, die geologischen, klimatischen, aber auch sozialen und räumlich-ästhetischen Dimensionen des Wandels in der alpinen Landschaft zu erfassen und ihre Zusammenhänge herauszuarbeiten.

Forschungsworkshop, «Runder Tisch» und Keynote

Die Veranstaltung besteht aus drei Teilen: einem Forschungsworkshop, einem Runden Tisch und einer Keynote-Präsentation. Der Forschungsworkshop bringt Doktorand*innen und Nachwuchswissenschaftler*innen zusammen, die sich mit dem Thema des Symposiums beschäftigen, und ermöglicht ihnen, sich über laufende Arbeiten auszutauschen und zu diskutieren. Darauf folgt der «Runde Tisch», der verschiedene Akteure, die sich mit der alpinen Landschaft beschäftigen, miteinander ins Gespräch bringt. Die Diskussion bietet ein Kondensat dieser komplexen Themen in zwei Sitzungen: Arbeit/Migration/Kultur und Wasser/Infrastruktur/Landschaft. Eine Keynote-Präsentation wird das Symposium abschliessen.

Die Workshops werden in Englisch, die «Runden Tische» in Deutsch und Englisch durchgeführt.

Programm und weitere Informationen

folgen sobald wie möglich.
Anmeldung bei Claudia Gebert

Organisation

  • Professur Günther Vogt, Landschaftsarchitektur, Institut für Landschaft und Urbane Studien, ETH Zürich
  • Doktoranden des Forschungsprojekts «Industrialisierung in den Alpen: Landschaft, Architektur, Kunst und Arbeit» (gefördert durch den Schweizerischen Nationalfonds SNF)