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Urbane Potentiale und Strategien in metropolitanen Territorien am Beispiel des Metropolitanraums Zürich

Nationales Forschungsprogramm
Modul 1 - Urbaner Raum - Professur Günther Vogt

1. Fragestellung
Die in der Projektphase formulierte Absicht, nach der fotografischen Darstellbarkeit urbaner Qualitäten auf verschiedenen Ebenen der Informationsbeschaffung und Entscheidungsfindung zu forschen, wurde aufgrund von Erfahrungen bei lehrstuhlinternen Arbeiten zum öffentlichen Freiraum (Forschungsprojekte, Entwurfskurse und Wahlfächer) überarbeitet und ergänzt: Auf der einen Seite wird die Fotografie um die beiden Instrumente Interview und Mental Map Befragung erweitert. Dabei entstehen Informationen aus unterschiedlichen Medien, die sich gegenseitig ergänzen und so eine umfassende und verdichtete Gesamtsicht auf die jeweilige Situation ermöglichen.Auf der anderen Seite wird auf die Perspektive der NutzerInnen fokussiert sowie auf konkrete und klar abgesteckte Orte im Metropolitanraum Zürich. Dieser Wechsel der Perspektive ermöglicht es, präzise Fragestellungen zu formulieren. Daraus abgeleitet werden folgende zwei Forschungsschwerpunkte definiert:

I. 
Mit welchen Methoden lassen sich Freiräume auf der Ebene der NutzerInnen untersuchen? Ziel der Forschungsarbeit ist es, ein spezifisches Instrumentarium für die Untersuchung des Freiraumes zu entwickeln. Dieses soll die Perspektive der NutzerInnen mit ihren sozialen Beziehungsgeflechten sowie ihre körperlichen und sinnlichen Fähigkeiten angemessen berücksichtigen.

II. 
Was sind die spezifischen Merkmale der jeweiligen (Freiraum-) Situationen aus der Sicht der NutzerInnen?
Welche Alltagspraktiken kommen vor und wie wird der Raum benutzt und angeeignet? Wie wird der Raum mental konzipiert, welche Bilder liegen den jeweiligen Vorstellungen zugrunde? Wie hängt das mentale Bild und der physisch existierende Raum zusammen?

2. Methoden
Die Untersuchung fokussiert innerhalb der drei Proben auf je zwei Orte. Der formulierte Ansatz wird dabei als thematische Tiefenbohrung verstanden. Die jeweiligen Situationen können somit breit aufgefächert und über ihre spezifischen Merkmale beschrieben werden.

Nach einer intensiven Beobachtungsphase folgen qualitative Befragungen. Ein Interviewbogen integriert die beiden weiteren Instrumente, Mental Map und Instant Fotografie (die ProbandInnen sollen mit Einwegkameras den Ort aus ihrer Perspektive dokumentieren). Beide Methoden werden während des Gespräches eingeführt. Ein Protokoll gibt Auskunft über ihre Entstehung. Durch diesen Methodenmix sollen folgende Fragen bearbeitet werden:

Interviewbogen: Wie wird der Raum im Alltag benutzt und angeeignet?
Mental Map: Wie bewegen und orientieren sich die NutzerInnen am Ort?
Instant Fotografie: Welches sind die für den Ort relevanten Merkmale aus Sicht der NutzerInnen und wie stehen mentale Bilder mit dem physisch vorhandenen Raum in Beziehung?

Die Entwicklung dieses spezifischen Instrumentariums wird als Prozess verstanden, der aufgrund der Erkenntnisse aus unterschiedlichen Befragungssituationen ständig hinterfragt und weiterentwickelt werden soll.

3. Weiteres Vorgehen
Im Weiteren liegt der Fokus im Herbstsemester 2011 auf der Probe 1 (Limmatplatz – Wiedikon) mit den Orten Josefswiese und Limmatplatz. Im Frühlingssemester 2012 werden die Untersuchungen in der Probe 3 (Richterswil – Freienbach) fortgesetzt. Die zu bearbeitenden Orte sind hier noch zu bestimmen.

Parallel dazu werden die Arbeiten an den Methoden der Befragung und der Darstellung der Forschungsresultate fortgesetzt und vertieft.

 

 

 

 

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