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Hamish Fulton, Mankingholes on the pennine Way, 1973
Text

Raum

Hyperkulturalität
Die kulturellen Ausdrucksformen lösen sich zunehmend von ihrem ursprünglichen Ort und zirkulieren in einem globalen Raum der Kultur. Kultur wird zu einer Hyperkultur entortet und entgrenzt, schreibt der koreanische Philosoph Byung-Chul Han und plädiert deshalb für einen neuen Kulturbegriff, den der Hyperkulturalität. Mit Blick auf Zürich fällt der Kreis 5 ins Auge, da allein dort Menschen aus mehr als 100 Kulturen leben. Unsere Lebenswelt wird zunehmend komplexer und vielschichtiger. Für weltweit Agierende ist es unabdingbar, sich diesen neuen Anforderungen zu stellen und aus diesem Bewusstsein heraus tätig zu sein und neue Handlungsparameter zu finden. Dies einerseits, um die Vorgänge einer komplexer werdenden Welt nicht aus dem Blick zu verlieren und dadurch mögliche Fehleinschätzungen hinsichtlich des eigenen Handelns zu verhindern, und andererseits, um die gestalterischen Lösungen besser kontextualisieren zu können. Nicht zuletzt könnte dies auch dem aktuellen Architekturkolonialismus - beispielsweise in China -, sinnvoll entgegenwirken.

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