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Hamish Fulton, Mankingholes on the pennine Way, 1973
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Raum

Raumtheorie
Welchen Raum meinen wir, wenn wir über Raum sprechen? Den Alltags- und Lebensraum, den mathematischen dreidimensionalen Raum oder einen multidimensionalen Raum? Raum kann nicht mehr nur als cartesianischer Raum, als Behälter mit drei Dimensionen beschrieben werden. Seit Beginn des 20. Jahrhunderts wird er zunehmend als sozialer bzw. relationaler Raum gedacht, als Raum, der erst durch Handlungen von Menschen entsteht. Der Mensch nimmt im relationalen Raum die zentrale Stelle ein. Ohne die sinnliche, kognitive und soziale Leistung des Menschen gibt es keinen Raum. Das ist das eigentlich Neue an den relationalen Raumtheorien, wie sie heute intensiv diskutiert werden. Für die Landschaftsarchitektur und den Städtebau bedeutet dies, vermehrt die Perspektive des Menschen mit seinen sozialen Beziehungsgeflechten und körperlichen wie sinnlichen Fähigkeiten in die Planung mit einzubeziehen. Die Kenntnis von der Relationalität des Raums wird so zu einem qualitätsbestimmenden Faktor.

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