English
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Hamish Fulton, Mankingholes on the pennine Way, 1973
Text

Stadtnatur

In der Stadt finden sich besonders viele Erscheinungsformen, die im Ergebnis als „Natur“ zusammengefasst werden. Eine qualitative Differenzierung des „Grüns“ unterscheidet verschiedene Arten von Natur. Diesbezüglich lässt sich einerseits von der Spontanvegetation sprechen, die auf Standorten wächst, die vom Mensch verändert wurden, und andererseits von Natur, die bewusst vom Mensch gestaltet ist. Gerade in der Stadt lassen sich diese unterschiedlichen Erscheinungen durch ihre Benachbarung oder Überlagerung ablesen und gestalterisch nutzen. Seit der Antike wird das Verhältnis zur Natur in städtischen Räumen thematisiert und durch Bepflanzungskonzepte ausgedrückt. Die Verwendung von Pflanzen in der Stadt bedingt den Umgang mit ihren notwendigen Grundlagen (u.a. Boden, Wasser, Licht, Klima). Das mag die Sicherstellung dieser Grundlagen bedeuten oder aber die gestalterische Nutzung ihres Mangels, wie z.B. auf verseuchten Industriebrachen. Aufgrund solcher Tatsachen ist der Prozess an sich für die Untersuchung natürlicher Vorgänge zum wichtigen Thema der Stadtnatur geworden: Phänomene wie Wind, Regen, Wachstum, Erosion und Verbrachung werden mittels eines Gestaltungsprozesses in Parks, Gärten, Höfe, Plätze, Promenaden übersetzt.

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